Liebe in Zeiten von Corona – Folge#6 Eine neue Art mich selbst zu lieben

Liebe in Zeiten von Corona – Folge#6 Eine neue Art mich selbst zu lieben

Folge #6 - Eine neue Art mich selbst zu lieben

- Marie

 

Die schwierigste Beziehung, die ich gerade führe, ist wohl die zu mir selbst. Ehrlicherweise ist sie das eigentlich immer. Aber Corona stellt auch diese Beziehung - wie auch die zu andere Menschen-  auf eine ganz neue Probe. 

Zu Beginn der Krise wurden alle meine Aufträge abgesagt oder in eine unbekannt weit entfernte Zukunft verschoben.


Während ich Mitte März an einem Donnerstag und Freitag noch einen Workshop gegeben habe, den niemand auch nur ansatzweise in Frage gestellt hat, stand ich am darauffolgenden Montag komplett ohne Arbeit dar. 


Dass mir meine Arbeit wichtig ist und mich mit Sinn erfüllt, wusste ich bereits. Aber in diesem Moment habe ich wirklich zum ersten Mal gemerkt, wie sehr ich mich selbst über meine Arbeit definiere, was für einen großen Teil meiner Identität und meines Selbstwert dieser Teil in meinem Leben ausmacht.

Um mich herum schienen viele Menschen die Zwangsentschleunigung zu genießen. 

Aufatmen, da der Druck wegfällt, überfall dabei sein zu müssen.

Sich freuen, endlich im Homeoffice zu arbeiten oder Zeit für lang aufgeschobene Projekte zu haben. 

Und ich?

Ich war am Boden zerstört. 


Wörtlich. Es gab Momente da lag ich auf dem Boden und habe mich gefragt wie es nur weitergehen soll. 


Mir ist es fast peinlich das zuzugeben. Denn 1. hat es so viele Menschen viel, viel schlimmer getroffen als mich und 2. haben so viele andere Menschen sofort agil, innovativ und dynamisch auf die Krise reagiert und sind mit coolen Online-Angeboten an den Start gegangen oder Nähen jetzt eben Masken wie verrückt.

Und ich? Ich liege am Boden und bemitleide mich selbst. Mehr denn je wird mir klar: Meinen Wert als Mensche messe ich immer noch vor allem daran, was ich am Ende eines Tages geschafft, bewirkt und erreicht habe. Und selbst in dieser total unverschuldeten Auszeit will das Leistungshamsterrad in mir einfach nicht still stehen. 

In den ersten beiden Wochen schaffe ich es nur durch den Tag, in dem ich ausschließlich das mache, worauf ich gerade Lust habe,  was sich gerade in dem Moment gut und leicht (oder leichter als anderes) anfühlt. Ich gehe also enorm viel spazieren oder joggen, schreibe, koche, atme, telefoniere, weine, schlafe. In den wenigen Momenten, in denen ich mich konzentrieren kann, versuche ich herauszufinden, was ich jetzt tun kann, was mir vielleicht an Hilfen vom Staat zusteht, wie es weitergehen kann. Mit der Zeit merke ich, dieses neue Verhältnis von bedingungsloser Selfcare und fokussierter Arbeit, erfüllt unerwarteter Weise etwas in mir - den langgehegten Wunsch mein Wohlbefinden mehr zu priorisieren und gut für mich zu sorgen.

 

Der Ausnahmezustand verlangt mir etwas ab, womit ich mein ganzes Leben schon hadere: Selbstliebe.

 

Und damit meine ich nicht die Art von Selbstliebe, die man sich mit Hilfe von Instagram-Affirmationen ins Hirn rein hypnotisiert - à la “Every body is a bikini body” (das stimmt natürlich, aber ist hier nicht der springende Punkt) - sondern die Art, die einem gebietet, aus allen vorhandenen Handlungsoptionen das zu wählen, was einem Energie gibt anstelle sie einem zu rauben.

Die Art, die einem signalisiert, wenn ein tolles Projekt, ein spannendes Angebot oder eine neue Möglichkeit nicht automatisch mit Begeisterung und Tatendrang angenommen werden muss, sondern man erstmal überlegen oder eben auch “Nein” dazu sagen kann.

Die Art, die starken Gefühlen Platz macht und gleichzeitig dafür sorgt, dass man daran nicht zugrunde geht.

Und die Art, die einen spüren lässt, was wirklich wichtig ist. 

Wie jede Liebesbeziehung ist auch die zu uns selbst nicht immer einfach und harmonisch.

Manchmal konkurrieren unterschiedliche Interessen miteinander, es kommt zu inneren Meinungsverschiedenheiten oder sogar zum viel beschriebenen inneren Konflikt.

Manchmal ist man traurig, verletzt, wütend über sich selbst - genauso wie in jeder anderen Beziehung eben auch. 

Und manchmal - so wie ich gerade die Erfahrung gemacht hab - gibt es einen Teil in uns, der für uns sorgt. Der aus purer Liebe handelt. Der möchte, dass es uns gut geht, dass wir kraftvoll durchs Leben gehen und mit unserer Essenz und all unserer Energie am Leben teilhaben können. 

So wie ich nach 15 Jahren Dating, 6 Jahren Beziehung und 1 Jahr Ehe die Liebe zu anderen noch nicht voll und ganz verstanden habe, so verstehe ich die Liebe zu mir auch nach fast 30 Jahren immer noch nicht wirklich.

 

Und trotzdem hat mir diese Krise einen neuen Einblick gegeben, darin, was es heißt mich selbst zu lieben. Für mich selbst zu sorgen. Die Person zu sein, die hält und gehalten wird zugleich. 


Wie jede Beziehung kostet es manchmal Kraft.

Manchmal schenkt es unendliches Glück.

Und manchmal ist es auch einfach nur schön, geliebt zu werden. 

Wir bleiben zuhause...

...mit anderen Menschen oder  auch allein. Was macht das mit uns? Mit unserer Liebe, unseren Beziehungen, unseren Freundschaften?  Wie steht es um Sex in Quarantäne, Dating auf Distanz, Flirten nur noch digital? Absofort jeden Abend Dinner for One oder nur noch Pärchenabend?

Wir - Cosima und Marie - schreiben unter dem Titel “Liebe in Zeiten von Corona” darüber, was wir und andere durch Quarantäne, Kontaktbeschränkung und Social Distancing mit Partner*innen, Familie, Freunden*innen, Affären, Liebhaber*innen und Flirts erleben. Wir wollen über die Herausforderungen reflektieren, Sehnsüchte erkunden, Sorgen teilen, Momente der Isolationsromantik feiern und am Ende auch ein bisschen über uns und den ganz normalen Alltagswahnsinn lachen. 

Die Kolumne erscheint nach dieser Folge jede Woche Mittwochs auf cusilife.

 
 

Cosima studiert Philosophie und schreibt auf ihrem Blog cusillife über (Selbst-)Liebe und Polyamorie. Marie ist Psychologin und arbeitet als freiberufliche Prozessbegleiterin und Organisationsentwicklerin. Trotz ihrer 5,5 Jahre Altersunterschied haben sie sich früher als Zwillinge in Clubs rein geschmuggelt. Jetzt schreiben sie gemeinsam über die Liebe in Zeiten von Corona.

33 Inspirationsbooster zum Lesen, Hören, Fühlen

33 Inspirationsbooster zum Lesen, Hören, Fühlen

 

Ein Leuchten in den Augen. Dieses Kitzeln im Bauch.
Inspiration.
Worte, die ausdrücken, was dir im Kopf rumschwirrt.
Bilder, Videos, die dem eine Farbe geben, was in dir passiert.
Du bist nicht allein.

 

Wir leben im Zeitalter der Information und des Wissens.

Manchmal ist es erschlagend.

Manchmal inspirierend.

Bücher, Blogs, Zeitungen, Podcasts, Radio, Onlinekurse, Webinare, ... Reine Reizüberflutung. Jeden Tag.

Daher - danke, dass du gerade diesen Artikel liest. Aufmerksamkeit ist eine Währung.

Und um ehrlich zu sein, die meisten Menschen im Internet schaufeln weiter "content" auf den Haufen des Bullshits!

Meine Grundeinstellung ist meistens wegklicken und ignorieren. Meine und deine Zeit sind eine der wertvollsten Ressourcen, die wir haben.

 

Weniger BULLSHIT - Mehr LIEBE

In letzter Zeit wurde ich immer häufiger nach Tipps für Bücher oder Podcasts gefragt (v.a. für Polyamorie und alternative Beziehungen). Da dachte ich mir, ich mache mal eine Liste mit Quellen der Inspiration, Geschichten und Menschen, die ich gerne lese und anhöre. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, sondern ein kleiner Ausschnitt von den vielen tollen Sachen, die so in der Welt passieren. Suche dir raus, was dich anspricht. Ergänze gerne und lass liegen, was nicht mit dir räsoniert.

 

Ein erfülltes Leben kreieren

Eine meiner höchsten Prioritäten im Leben ist es glücklick zu sein. (Nicht immer fröhlich, aber glücklich). Das klappt natürlich mehr oder weniger gut.
Aber einen großen Teil meines Lebens fühle ich mich erfüllt. Und es gibt auch Tage, an denen fühle ich mich scheiße! 🙂 Und ja, das gehört auch mal dazu.
Ich bin kein endloser Sonnenschein. Ich glaube, wenn ich glücklick bin, erreiche ich meine Ziele leichter, ich bin wohlwollender mir und meinen Mitmenschen gegenüber. Die wirklich wichtigen Dinge in meinem Leben, wie Beziehungen, Lachen, gutes Essen, Schlaf, erscheinen mir wichtiger. Ich verschwende weniger Energie darauf, mich zu fragen:

Bin ich eigentlich ok?
Warum schreibe ich keine besseren Noten?
Warum lese ich nicht mehr?
Warum lesen meine Blog nicht mehr Menschen?
Bei alldem schwingt eine Wertung mit. Ich bewerte mich. Ich werte mich ab. Nicht sehr produktiv.

Immer wieder möchte ich ausbrechen aus dem Kreis der negativen Gedanken und negativen Verhaltensweisen. Ich möchte Gedanken und Verhaltensweisen, die mich unterstützen, die beste Version von mir zu sein. Ich will aktiv ein erfülltes Leben kreieren. Willst du das auch?
Dann genug der Vorrede.

 

Für dich - 33 Inspirationsbooster zum Lesen, Hören und Fühlen

BLOGS

Vor fast 3 Jahren habe ich angefangen meinen eigenen Blog zu schreiben. In der Zeit habe ich selbst viele Blogs gelesen. Davon sind nur noch wenige übrige.
Inzwischen gibt es eigentlich nur noch einen Blogautor, den ich wirklich regelmäßig lese.

1) Walter Epp von Schreibsuchti und endlichlebendig.de 

Schreibsuchti hat mir geholfen meinen Blog aufzubauen, dabei zu bleiben und immer wieder an mich zu glauben! Mit endlichlebendig hat Walter jetzt auch einen Blog über erfülltes, selbstbestimmtes Leben.

Lieblingsartikel:

 

Weitere Blogs, die ich empfehlen kann

 

BÜCHER

6) Komme ich erzähl dir eine Geschichte

Das ist eines meiner Lieblingsbücher. Demian macht eine Therapie bei dem unkonventionellen Jorge.
Und der hat immer eine passende Geschichte parat.

Bildergebnis für kimchicuddles ask me about polyamory

7) Kimchi Cuddles - Ask me about polyamory

Dieser Comic hat mich tief berührt und oft zum Lachen gebracht.
Es gibt eine Webversion und ein Buch. Tikva Wolf bringt in ihren Comics Situationen und Themen genau auf den Punkt!
Sex-positive, queer, all genders, poly, kink friendly! <3
Ich habe einiges über Beziehungen, Liebe und Gefühle gelernt.

 

Who are some people you’re grateful for right now? If you appreciate my work, check out my Patreon: https://www.patreon.com/kimchicuddles

It’s always interesting to me when people suggest that the types of relationships I’ve been in for several years are actually impossible. More at http://TikvaWolf.com

 

 

Mehr Bücher, die mich in inspiriert und begeistert haben:

  • 8) Lieb und teuer. Was ich im Puff über das Leben gelernt habe von Ilan Stephani
  • 9) The Ethical Slut (oder auf deutsch: Schlampen mit Moral: Eine praktische Anleitung für Polyamorie, offene Beziehungen und andere Abenteuer) von Dossie Easton und Janet Hardy
  • 10) Das Ende der Monogamie von Friedemann Karig
  • 11) Die Kunst des Liebens von Eric Fromm (teilweise veraltete Ansichten, aber vieles sehr tief und schön)
  • 12) Die vier Verpsprechen: Ein Weg zur Freiheit und Würde von Miguel Ruiz
  • 13) More than two von Franclin Veaux (Buch und Blog) - das Buch habe ich selbst noch nicht gelesen, aber sehr oft empfohlen bekommen

 

YOUTUBE CHANNEL / VIDEOS

14) Youtube Channel: Conor & Brittney
Die beiden vloggen über Polyamorie, Authentic Relationships, Peaceful Parenting, Minimalismus und wie sie ihr Leben gestalten, um glücklicher und erfüllter zu sein.
Neben ihren Youtube Channels haben sie eine Mitgliederseite mit extra Content und Kursen. Außerdem gibt es eine Facebook Gruppe "Inspiring Authentic Relationships" für Austausch und Verbindung. Ich liebe alle ihre Videos und finde die Art, wie sie Verbindung in ihr Leben bringen schön.

15) BuzzFeed LBGT Playlist 
Als ich angefangen heraus zu finden, dass ich pansexuell (damals bisexuell) bin, habe ich stundenlang Coming Out Videos auf YouTube geschaut. Ich habe mich weniger allein gefühlt. Ich wusste es gibt andere Menschen, die sind diesen Entdeckungsprozess schon gegangen. Nach wie vor, hilft es mir meine queere Seite durch das Internet inspirieren zu lassen.

16) BuzzFeed - Ask a Polyamorous Person
Jap... alle diese Fragen zu Polyamorie habe ich wohl auch schon gestellt bekommen. Das Video ist lustig gemacht und zeigt, dass es ok ist Fragen zu stellen.
Es ist gibt einen kleinen Einblick zu Polyamorie

17) YouTube Channel: PoppyPolyamorie 
Poppy ist eine der wenigen deutschen YouTube Channels über Polyamorie. Sie spricht verschiedene Formen von Beziehungen an, was es für Regeln geben kann und gibt gute Hilfestellungen, wenn man seine Beziehung öffnen will.

18) YouTube Channel: Auf Klo 
Auf Klo ist eine Produktion von Funk. Die Moderatorinnen Eda und Lisa haben jede Woche ein Thema und einen Gast in ihrer Klokabine.
Das Format richtet sich eher an eine jüngere und eher weibliche Zielgruppe (14-25 Jahre). Es werden viele wichtige und spannende Themen für junge Menschen angesprochen.
Auch Tabuthemen, wie Depression oder Sexarbeit finden Platz  bei Auf Klo.

19) Pierre - Herz/rat/schlag (Poetry)

Pierre ist wortgewandt, gefühlvoll und ein wirklich besonderer Mensch. Eines der ersten Gedichte, die ich von ihm gehört haben, war Herz/rat/schlag.
Inzwischen hat er seine Gedichte in mehrere Bände veröffentlicht. Eine Edition davon liegt auf meinem Nachtkästen, wo seine Worte mich immer wieder berühren.

20) Safer Sex Song als Spice Girls "Wannabe" Parody.

 

21) "I love my body"  - Auschnitt aus der Serie Big Mouth auf Netflix

 

TED TALKS

22) Fifty Shades of Gay by iO Tillett Wright

 

23) A queer vision of love and marriage by Milan and Kim Katrin Milan 

24) My philosophy for a happy life by Sam Berns

25) What we don't teach  kids about sex by Sue Jaye Johnson

PODCAST

Podcasts sind toll. Es gibt sie zu fast allen Themen. Auf vielen verschiedenen Plattformen.
Man kann sie zu jeder Zeit hören. Es gibt Podcasts, die von einer Redaktion betrieben werden oder von einzelnen Privatpersonen. Über die letzten Jahre hat sich eine große Landschaft an verschiedensten Kreationen angehäuft.

26) Poly Weekly- der englischsprachige Podcast über Polyamorie, Offene Beziehungen und alles was damit zu tun hat.
Es werden unglaublich viele interessante Themen angesprochen. Mit über 500 Folgen wirst du auf jeden Fall fündig.

(Tatsächlich gibt es glaube ich keinen deutschsprachigen Polyamoriepodcast. Noch nicht...? )

27) Savage Love Cast - das ist der Beziehungs-, Liebes- und Kink- Podcast. Fast jeden Tag auf den Weg zur Uni höre ich mir Dan Savages Love Cast an.
Das Format läuft so ab, dass er über ein aktuelles politisches Thema in den USA spricht und anschließend Fragen von Hörer*innen beantwortet.
Die kostenlose Version gibt es z.B. auf Spotify oder seiner Seite. Es gibt auch noch die Magnum Edition, für die man bezahlt und dafür eine doppelt so lange Version jeder Folge bekommt. Teilweise finde ich seine Antworten etwas einseitig und zu schwarz und weiß, allerdings kommt durch längeres hören auch gut heraus, das dies meistens nur den Anschein macht.

28) The Guilty Feminist - einer meiner Lieblingspodcasts. Deborah Francis White is eine unglaublich lustige Stand up Comedian, die gemeinsam mit ihren Gästen aus einer Liveshow einen Podcast macht. Manchmal ist es schwer die sprachlichen Feinheiten als nicht Muttersprachlerin im Englischen zu verstehen. Aber ich lache mich trotzdem meistens richtig weg.
Neben den ganzen lustigen Texten, wird vor allem über feministische Themen gesprochen! I looooove it.
Jede Folge beginnt damit, dass alle Gäste ein "I am a feminist, but..." - Statement abgeben.
Ich habe hier mal ein paar selbst formuliert:
I am a feminist, but sometimes I enjoy being the only girl in the room in order to get more attention.
I am a feminist, but I like to be called a princess.
Jetzt du: I am a feminist, but . . .
I heard my male housemates describing me as "boring but hot" and I thought "awe that's nice, they think I'm hot!""  - found on Twitter

29) Das gute Leben - Podcast Der Podcast beschäftit sich vor allem mit Liebe, Sex und Beziehungen. Ich kann vor allem die Folge zum Squirten empfehlen.

30) Eine Stunde Liebe - Der Podcast zu Liebe, Sex und Beziehungen von Deutschland Funk Nova. Neben einem Thema pro Folge gibt es auch das "Liebestagebuch", wo Menschen, wie du und ich von ihrem Sexleben erzählen.

 

LAST BUT NOT LEAST

31) SPUNK ROCK - Kreative Erotikkunst. Ich habe hier ihren Instagramaccount verlinkt. Für manche vielleicht too much, aber ich liebe ihre Kunst! Bunt und kinky!

32) Sex-Positive - Hier entsteht eine neue Seite und Community, um die Bewegung zur Sexpositivität zu bündeln und connecten.

 

33) Ich habe anfangs geschrieben 33 Inspirationsquellen zum Lesen, Hören, Fühlen - Daher lade ich dich zum Fühlen ein. Fühlen deines eigenen Körpers, deines Herzens, deiner Sehnsüchte und Leidenschaften. Deiner Ängste und Traurigkeit. Deiner Wut und Liebe. Zu was inspiriert dich das Fühlen?

 

 

Was inspiriert dich?
Welche Menschen, Ideen, Worte, Geschichten lassen dein Herz aufblühen und berühren?

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Die Kunst eine Schlampe zu sein – #noslutshaming

Die Kunst eine Schlampe zu sein – #noslutshaming

 

Mit 16 wollte ich alles, nur eins nicht: als Schlampe gelten.
Heute umschlingt ein pinker Wollfaden mein Handgelenk mit den Buchstaben

S – L – U – T

als Anhänger.

I am a slut. And I love it!

 

Ich lebe polyamor und bin pansexuel. Ich habe mehrere Beziehungen und Lover*innen. Ich fühle mich frei und selbstbestimmt in meiner Sexualität (meistenst). Ich liebe meinen Körper und habe absolut keinen Bock mehr auf slutshaming.

Das wünsche ich mir für noch viel mehr Menschen, deswegen schwinge ich heute die Fahne der Sexpositivität.

Slutshaming bezeichnet, dass Verhalten, wenn Frauen für ihr Sexualität, ihr Aussehen angegriffen oder ihnen Schamgefühle eingeredet werden.

 

STOP SHAMING - START LOVING
YOURSELF

 

 

 

Als Teenager mit Pussy gibt es viele Gradwanderungen. Nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn sein. Gute Noten schreiben, aber auf keinen Fall eine Streberin sein. Brüste wollen, aber ja nicht zu groß. Anders sein und doch noch dazugehören. Sich betrinken können, aber ohne zu kotzen. Jaja – die Jugend.

Eine dieser Grandwanderungen ist die zwischen dem Schlampentum und der Prüderie.

 

Sexy Bitch oder Nonne.

Einmal zu viel rumgeknutscht auf den letzten Partys und der Schlampenstempel lässt nicht lange auf sich warten. Auf Netflix schaue ich gerade die Serie "Atypical", wo es um einen Jungen geht, der auf dem Autistenspekrum ist. Er hat eine kleine Schwester. Cassy, so heißt das Mädchen aus der Serie, ist 16 und Mitten in der Pubertät. Während ich in meine Decke gewickelt im Bett liege, mit meinem Laptop auf dem Schoß, wurde ich an viele Dinge erinnert, die man so als Mädchen in der Pubertät erlebt. Ich konnte mich mit vielen Dingen identifizieren, die Cassy erlebt.  Die schönen Momente, wenn man total dankbar für seine Mädels ist. Die Welt irgendwie heil ist und man stundenlang kichert. Und an die vielen Struggles, Unsicherheiten und "ersten Male". Das erste Mal verliebt, der erste Kuss, das erste Mal Auto fahren, das erste Mal betrunken sein und das erste Mal...

Wie wir aufwachsen prägt uns. Aber wir sind nicht für immer darauf fest gelegt.

Ich schreibe auf dem Blog oft darüber, dass ich jetzt mehr so sein kann, wie ich bin und mich freier fühle als früher. Und ja, das tue ich. Aber das meiste meiner Pubertät war aufregend, lustig und schön. Und ich würde es nicht missen wollen.

 

Entwickeln, verändern, Erwachsen werden hört nach der Pubertät nicht auf.
Man kommt nicht als fertiger Mensch raus.

 

Junge Menschen auf dem Weg zum Erwachsen werden hören viele Nachrichten die ungesund, entmutigend und bevormundend sind. Was ich in verschiedenesten Variationen immer wieder höre: Jetzt (als junger Mensch) kann ich mir ja noch "so ein" Leben erlauben, aber wenn der Ernst des Lebens beginnt, geht das nicht mehr.
Was genau mit "so einem Leben" gemeint ist, weiß ich manchmal selbst nicht so genau.

Frei sein? Verliebt sein? Idealistisch sein? Keinen 40h-Job haben?
Und wie bei allem Flokseln, ich verstehe, was dahinter steckt und ein bisschen Wahrheit ist wohl auch dran. Als Studentin 3 Monate Semesterferien zu haben, ist später nicht mehr mit jedem Lebenstil vereinbar. Allerdings kenne ich zur genüge Menschen, die 3 Monate im Winter verreisen.

Was ich damit sagen will, wir sind Umgebung von der Meinung es gibt diese eine Schablone im Leben. Du kannst sie zwar mit deinen eigenen Farben ausmalen, aber das meiste ist vorgezeichnet. Schablonen zu Karriere, Beziehungen, Sex, Familie, Aussehen,...

Stelle dir vor jemand schenkt dir ein leeres Buch mit 80 weißen Seiten und jede Seite, jedes Kapitel, jedes Jahr darfst du neu gestalten!

Ich habe diese Erinnerung an meine Pubertät als Aufhänger genommen, um zu relfektieren, was für Nachrichten ich mir für junge Menschen wünsche.
Und es gibt bestimmt viele wichtige Dinge, die ein (junger) Mensch jeden Tag hören sollte.

Eines davon ist: Du bist gut so, wie du bist. Du wirst geliebt, so wie du bist.

Hinter vielen der Unsicherheiten, steckte bei mir, die Angst nicht mehr dazuzugehören, abgelehnt und verurteilt zu werden.
Eben nicht mehr so angenommen zu werden, wie ich bin.

 

Sex-positive, queer, polyamor

Diese ganzen Worte kannte ich als Teenager noch nicht. Aber die Konzepte haben sich in meinem Kopf schon erkenntlich gemacht.

Schon mit 15 hatte ich Fantasien über Beziehungen mit mehr Menschen, aber so gut ist das bei Gesprächen über Beziehungen nicht angekommen. Ich habe gespürt, dass die Ideale und konventionellen Vorstellungen von Beziehung für mich nicht stimmig waren.

Ich habe versucht mich von gesellschaftlichen Erwartungen und Normen nicht zu sehr unter Druck setzten zu lassen. Aber hatte doch Angst vor dem Urteil von anderen, und nicht zu Letzt, dem Urteil über mich selbst. Ich denke das ist alles Teil der Pubertät und ich möchte das nicht als negative Erfahrung darstellen. Vielleicht gehört das einfach dazu.

Und obwohl viele meiner Freund*innen sehr offen waren, gab es niemanden der mich und meine Beziehungsfantasien verstehen konnten. Ich habe gut überlegt, wem ich was erzähle, mit wem ich wo knutsche, damit sich Dinge nicht verbreiten wie ein Lauffeuer.

Ich wollte also keine Schlampe sein, aber noch weniger wollte ich als prüde gelten.

 

Lieber wild und offen.

Meine Auffassung, offen für Sexualität zu sein, war schwarz-weiß. Entweder bin ich offen oder nicht. Entweder knutschen wir jetzt, haben Sex und das heißt ich bin offen oder nicht und dann. . .  bin ich prüde und entspreche nicht meinem Selbstbild. Ich hatte Angst vor dem Bild der unterdrückten Sexualität. Es gab kein Mittelfeld.
Ich wollte beweisen, dass Mädchen genauso frei und entspannt sein können, wie Jungs. Jetzt verstehe ich mehr über die Komplexität und die gesellschaftlichen Prägungen, die wir zum Thema Sexualität und Geschlecht erleben.

Ich will nicht sagen, dass ich ständig Dinge gemacht habe, die ich nicht wollte. Aber ich habe mich oft unter Druck gesetzt gefühlt, etwas zu tun, weil ich „cool“ sein wollte oder nicht wusste, wie ich 'Nein' sage. Und naja, irgendwie war es ja auch aufregend.
Disclaimer: Ich will betonen, dass dieses Ausprobieren, über Grenzen gehen, Spüren Teil des Prozesses war und ist für mich meinem authentischen Selbst näher zu kommen. In keinem Fall möchte ich Grenzüberschreitungen, negative oder traumatische Erfahrungen herunterspielen!  

 

Sexpositiv - für alles zu haben?

In einem Artikel über Sexpositivität hat die Autorin des Textes beschrieben, wie ihre offene und positive Haltung ihrem Körper und Sexualität gegenüber manchmal als generelle Einladung allem und jedem gegenüber gedeutet wird. Und ja, auch das habe ich erlebt. Daher ist für mich neben einer positiven Haltung, Consent, besonders wichtig. Consent bedeutet auf deutsch Einvernehmlichkeit. Es geht darum, Klarheit darüber zu haben, dass das was zwischen dir und jemand anderem passiert, auch beide (/alle Beteiligten) wollen.
Willst du mich küssen? Kann ich deine Hand nehmen? Wollen wir kuscheln?
Willst du einen Blowjob? Darf ich dich lecken? Darf ich deinen Arsch anfassen?

Und dabei zu lernen, so deutlich wie möglich zu werden. Darf ich dich beißen? Von 1-10 wie fest? Gefällt dir das? Willst du damit weiter machen oder willst du was anderes machen?

Denn ein 'Ja' für eine Sache bedeutet kein 'Ja' für alles!

Fragenstellen, sich nicht abgelehnt fühlen, wissen was du willst - all das kannst du üben. Ich habe schon oft Consent Games gespielt. Es macht Spaß und ist wichtig Consent in Situationen zu üben, die nicht "ernst" sind, so dass das nächste Date ein bisschen leichter wird. Du hast Lust auf Consent Spiele mit mir? Finde den nächsten Termin. 

 

Das Bild der Hure

Ilan Stephanie beschreibt in ihrem Buch „Lieb und Teuer“ das Bild der Hure in unserer Gesellschaft so: Entweder wird sie als Sexsklavin oder als Sexgöttin gesehen. Und auch wenn ich Sex nicht gegen Geld tausche, erlebe ich ähnlich gespaltene Reaktionen. Die einen denken ich habe keine Selbstachtung, wenn ich nicht nur innerhalb von monogamen Beziehungen sexuelle Erlebnisse habe und die anderen heben mich in den Himmel und sind fasziniert von meiner sexuellen Freiheit.
Beides fühlt sich unangenehm und unecht an für mich.

Laut Definition aus dem Wörterbuch, bedeutet Schlampe eigentlich eine (weibliche) Person, die ein unmoralisches Leben führt.

Jetzt studiere ich Philosophie, vielleicht weist mir das den Pfad der Moral... haha.

 

Von Scham zur Selbstbestimmung

SLUT - Keine unverantwortlichen Frauen mit wenig Selbstwertgefühl, sondern starke Menschen, die selbst über ihre Sexualität bestimmten.

Der Gebrauch und die Bedeutung von Wörtern verändert sich. Zum Beispiel stand das Wort "queer" früher für Außenseiter oder Menschen die anders sind. Es kommt von dem dt. Wort "verqueer". Die Queer-Community hat das Wort umgedeutet und sich zu Eigen gemacht. Heute steht das Wort als Sammelbegriff für Menschen, die nicht in das heteronormative, genderstereotypische Spektrum fallen. Gleichzeitig wird das Wort benutzt, um eine politische Bewegung zu beschreiben, die sich für LGBTQAI* Rechte und Visibilität einsetzt.

 

Spätestens seit „Schlampen mit Moral“, dem Buch von Dossie Easton und Janet W. Hardy über Polyamorie und offene Beziehungen, hat sich das Bild des Schlampentums sehr verändert. In ihrem Buch sprechen sie oft von "Sluthood", das Schlampentum, als eigene Kunstform, die es zu meistern gilt.

 

Was hat sexpositiv mit dem Schlampentum zu tun?

Für mich bedeutet sexpositiv nicht notwendigerweise viel und oft Sex zu haben. Sexpositiv wird oft missverstanden.
Für mich steht diese Bewegung dafür, anzuerkennen, dass die meisten Menschen mit Scham über ihren Körper und ihrer Sexualität aufwachsen. Wir fragen uns, ob wir normal sind und kommen oft zum Schluss: Eher nicht. Wie bei der ursprünglichen Definition von 'Schlampe' erwähnt, wird mit dem Wort etwas unmoralisches verbunden.

Sexpositiv statt Slutshaming.

Es gibt nicht die eine Norm. Körper und Sexualität bewegen sich auf einem sehr großem Spektrum.
Wir sind alle unterschiedlich. Und wir teilen viele gleiche Gedanken, Fantasien, Ängsten etc. Vor 5 Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich jemals Menschen finde, die die gleiche Vorstellung von Beziehung haben, wie ich. Und naja jetzt habe ich mehrere Menschen und eine ganze Community dazu. 🙂

Sexpositivität ist für mich eine innere Haltung.
Mir, meinem Körper und meiner Sexualität gegenüber.

 

Genauso wie einer Haltung anderen Menschen gegenüber. Ich kann nicht nur meine Sexualität, sexuelle Orientierung und Beziehungsform feiern, sondern auch die aller anderen.

Als polyamor l(i)ebender Mensch, bin ich nicht gegen die Monogamie.
Ich feier die Monogamie für alle Menschen, die sich entscheiden so zu leben und glücklich damit sind!

Ein asexueller Mensch kann genauso sexpositiv sein. Asexuell bedeutet nicht gegen Sex zu sein. Sondern kein (ausgesprägtes) Sexualbedürfnis zu haben. Da gibt es natürlich auch sehr viele Abstufungen und verschiedenste Formen.

Ich möchte deutlich machen, dass für mich hinter sexpositiv kein (neues) Ideal der sexuell befreiten und aktiven Frau steht.

Egal an welchem Punkt du gerade stehst von deiner sexuellen Reise, das ist ok.
Und du kannst jederzeit deine positive, innere Haltung dir und anderen Menschen gegenüber stärken!

Der innere Weg zu mehr Sexpositivität

Es steht eine rießen Industrie hinter dem Wunsch nach Schönheit und Selbstwert. Jede Kosmetik- und Modewerbung will dir vermitteln, wenn du dieses Produkt kaufst, dann bist du endlich schön genug. Aber dieser Zustand wird nie durch äußere Faktoren erreicht werden.
Zufriedenheit und das Gefühl gut und schön zu sein, so wie du bist, wird sich nur von Innen einstellen können.

Dabei spielen natürliche auch äußere Faktoren eine Rolle, keine Frage.
Doch dieser Zustand von innerem Frieden, Freundschaft mit dir und deinem Körper, kann dir keine Creme oder neues fancy Produkt erschleichen.

Musst du auf diese Produkte verzichten? - Nein, auch das nicht. If you want it, go for it.
Doch Aussehen oder materielle Güter ersparen dir nicht die innere Arbeit mit dir.

Kleide dich so, wie du willst.
Schmink dich oder nicht.
Rasier dir die Beine, Achseln, dein Gesicht oder nicht.
Probier es aus.
Spiel damit.
Wie fühlt es sich an?
Macht es, weil du es willst.

Komme bei dir im Inneren an.
Was macht dich aus als Mensch?
Was magst du als Person an dir?
Was kannst du gut? Wofür schätzen dich andere Menschen?

"Kleider machen Leute"? - Am Ende ziehen wir uns doch eh alle aus.

 

 

Scheiß auf die Erwartungen der Gesellschaft.

Fick wen du willst, wann du willst und wie du willst.

Es ist dein Körper. Es ist deine Sexualität. Es ist dein Leben.

 

Egal, ob du einen, zwei, fünzig oder niemanden an deine Pussy* lässt – es sollte deine Entscheidung sein. Denn egal ob 15 oder 50, es fühlt sich nie gut an, für deine Sexualität oder deinen Körper verurteilt zu werden!

*Das gilt natürlich für alle Menschen. Aber meiner Erfahrung nach werden Mädchen öfter als Schlampen bezeichnet als Jungs. Auch wenn ich Pussy schreibe, meine ich im übertragenden Sinne natürlich alle Formen von Genitalien.

Was verbindest du mit Sexpositivität?
Was sind deine Erfahrungen mit Slutshaming?
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Schuld, Scham & Tränen – Wie gehts weiter mit cusilife?

Schuld, Scham & Tränen – Wie gehts weiter mit cusilife?

In der S-Bahn.

In der U-Bahn.

Auf der Straße.

In der Küche.

In meinem Bett.

Habe ich die letzten Wochen geweint.

Die Tränen sind an mir runter gelaufen, wie Eis an einer Waffel.

 

Allerdings hat es sich weniger süß angefühlt.

Die letzten Wochen war so viel los in meinem Kopf und Herzen. Es blieb kaum Zeit um zur Ruhe zu kommen. Die Tränen habe mir geholfen loszulassen. Loszulassen, was sich angestaut hat. Auszudrücken, wofür ich keine Worte hatte.

Ich habe mich schuldig gefühlt: 

Schuldig, nicht genug zu schreiben.

Schuldig, nicht genug Zeit für mich zu haben.

Schuldig, nicht genug an all die lieben Menschen in meinem Umfeld zurück zu geben.

Schuldig, mich überhaupt schlecht zu fühlen, obwohl es mir so gut geht.

Und dabei habe ich angefangen mich immer weiter in neuen Schuldgedanken zu verstricken. Ich habe angefangen mich zu schämen.

 

Ich weiß es doch alles besser.
Ich sollte mich nicht schuldig fühlen. Ich schreibe einen Blog über Selbstliebe und dann bin ich selbst gar nicht gut zu mir.

Scham, mich nicht um mich kümmern zu können.

Scham, mich mit dem neuen Datenschutzgesetzt überfordert zu fühlen.

Scham, nicht professionell genug zu sein.

Scham, über Tabuthemen, die mich interessieren und über die ich schreiben will.

 

 

Ich will ehrlich sein. Und ich will wieder in meine Balance kommen. Ich frage mich, warum ich auf cusilife schreibe. Und mir fallen viele Gründe ein:

  • Teilen, was mir hilft, eine offene, liebe, sex-positive Person zu sein
  • Mich ausprobieren, schreiben, kreativ sein
  • Inspirieren, dass du ein erfülltes Leben im Einklang mit deinen Wünschen, deinem Körper und deiner Sexualität leben kannst
  • Posivität und Liebe verbreiten! 😉

Das ist eine kleine Zusammenfassung. In letzter Zeit, macht cusilife aber weniger Spaß und setz mich mehr unter Druck.

Ich fühle mich ausgelaugt.

Ich will aber ein Brunnen sein und keine ausgetrocknete Pfütze.

Ich will mich füllen mit Inspiration, mit Ruhe, mit Liebe, mit Spaß, mit Wissen.

 

Wie kann ich wieder zurück kommen zu einem liebevollen Umgang mit mir?
Meine Ziele als Motivation, anstatt Druck wahrnehmen?

Ich habe noch keinen Weg. Aber ich kann Schritt für Schritt gehen.

Und der erste Schritt ist, zu akzeptieren, dass ich nicht alles schaffen muss und kann!

Es ist ok, sich auch wenige Dinge zu konzentrieren.
Es ist ok, dass es verschiedene Phasen von Motivation, Kraft und Freude für etwas gibt.
Es ist ok, sich Ruhe zu gönnen.

Es kann sein, dass du erstmal weniger von mir hörst. Hinter den Kulissen passiert meistens trotzdem ein paar Dinge.
Wie z.B. die Fertigstellung des neuen eBooks. Wenn du schön beim Glücksletter dabei bist, wirst du auch weiterhin von mir hören.
Wenn nicht, kannst du dich hier anmelden und das kostenlose eBook lesen.

Ich liebe meinen Blog. Und ich liebe mich selbst.
Und um beides zu behalten, will ich das "Muss" rausnehmen, ein wenig gedanklichen Abstand nehmen und Entspannen dürfen.

 

 

 

Danke, dass du diese Worte gelesen hast.
Ein Schritt nach dem anderen.

Zum Abschluss habe ich ein kleines Gedicht für dich: 

 

Wir haben getanzt. Er und ich.

Tiefe Worte flüstert er in mein Ohr. 

Ich sei stark. Schön. Und echt.

Dass ich meinen Körper liebe. Das zieht ihn an. 

Ich verändere die Welt.

Und er und ich. Wir sind Gefährten. Freunde. Bewunderer der Welt.

Magier, die sich selbst verzaubert haben.

 

Das Beste, was du diesen Sommer für dich tun kannst, um ihn unvergesslich zu machen

Das Beste, was du diesen Sommer für dich tun kannst, um ihn unvergesslich zu machen

 

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Grün, Blau, Gelb?

Egal, welche Farbe. Stelle dir vor dein Job ist es, Farben zu mischen. Jeden Morgen stehst du auf, gehst zur Arbeit und mischt Gelb und Blau. Am Ende des Tages hast du Grün. Jeden Tag.

An einem Tag auf dem Weg zur Arbeit, siehst du ein Auto, das die Farbe Orange hat. Du bist begeistert und nimmst dir vor, heute noch fleißiger als sonst zu rühren, um Orange zu bekommen. Du mischst also deine Farben Gelb und Blau, rührst und rührst und rührst. Am Ende des Tages hast du ... Grün.

Du bist motiviert.

Am nächsten Tag willst du noch mehr rühren, dann muss am Ende ja endlich Orange rauskommen. Doch am Ende bekommst du wieder nur Grün. So geht das einige Tage lang. Du willst ein anderes Ergebnis, ohne etwas anders zu machen.

Du musst nicht mehr von dem Gleichen machen,
sondern etwas anderes mischen!

 

Diese Geschichte wurde vor einem Jahr auf einem Seminar erzählt. 

Es hat mich daran erinnert, dass wir manchmal wissen, was wir wollen aber nicht WIE wir dort hinkommen. Du willst zum Beispiel eine bessere und tiefere Beziehung zu deinem Körper aufbauen, ein bestimmtes Thema, das dich beschäftigt aufarbeiten, mutiger werden, deine Sexualität auszuleben, eine erfüllende Beziehung führen...

 

Hast du dein Was?

Suche dir Menschen für dein Wie!

 

Du musst nicht alleine rausfinden, wie du hinkommst, wo du hinwillst. Es gibt Menschen, die wollen dein Reisebegleiter werden, dein Kompass, deine Karte.

Du musst sie nur finden. 

Ich will dir sagen, wie ich es mache – und du kannst das auch 😉

 

Wenn ich von meinem Blog oder meinen Polybeziehungen erzähle, werde ich oft auf mein Alter angesprochen.

"Du bist 22 – du bist so jung, woher weißt du das alles und warum hast du dich selbst so gern?"

Sicher spielen da einige Faktoren eine Rolle. Neben dem, wie ich aufgewachsen bin, hat den größten Impact:

 

Von anderen Menschen lernen.

Vor allem in Workshops, Seminaren und Retreats.

 

We talked a lot about self love (which is basically the essence ). When I fully accept myself and don’t judge myself anymore, I can accept others and don't judge others. When I am compassionate with myself, I can be compassionate with others.When I love myself fully, I can love others. When I am full on my own, I don't need to look for something in someone else. Once again I realized how beautiful I am, the world and all those souls are. I feel so much gratitude that I allow myself to feel this beauty and shine my light. - Ausschnitt aus meinem Tagebuch nach einem 10 Tages Tantra Retreat.

                   

 

 

Seit ich 16 bin, bin ich alle 2-3 Monate auf einem Event. Ich habe mich viel ehrenamtlich in der WWF Jugend und Grünen Jugend engagiert. Dort haben wir mehrmals im Jahr Treffen für Kampagnen, Aktionen und redaktionelle Arbeit etc. gehabt. Seit zwei Jahren gehe ich vor allem auf Workshops, die mit Selbstliebe, Körper, Beziehungen, Spiritualität und Sexualität zu tun haben.

 

Die ersten Sonnenstrahlen locken uns aus unserem Winterloch. Wahrscheinlich füllt sich dein Sommerkalender schon genauso, wie meiner. Festivals, Urlaub und einfach nur im Park abhängen soll auch noch drin sein. Bevor jedes Wochenende und das Sommerbudget verplant ist, solltest du dir diese Frage stellen:

 

Was möchte ich diesen Sommer lernen und erleben?

Schreib es auf. 

 

 

Jetzt denkst du vielleicht, diese ganzen Workshops, schön und gut, aber die Kosten alle so viel.

  • Es gibt Workshops in unterschiedlicher Längen und somit unterschiedlichem Budget. Du kannst dir kein 10-Tages Retreat in Spanien leisten? Dann einen Tagesworkshop in deiner Stadt.
  • Viele Workshops bieten günstigere Early Bild und Helfertickets an. Wenn dies nicht explizit in der Beschreibung steht, frage die Organisatoren. Kannst du sie noch anders, als mit Geld unterstützen?
  • Siehe es als Investition in dich selbst! Wenn es um uns selbst geht, sieht wir oft geizig. Jeden Euro, den ich bisher in Workshops gegeben habe, hat sich gelohnt.

Bei meinem Freiwilligen Jahr beim WWF habe ich Vollzeit gearbeitet und „nur“ 355€ und Kindergeld bekommen. Während dem Jahr wurde ich oft gefragt, warum ich das mache, wenn ich dabei nicht viel verdiene? – Das was ich in dem Jahr gelernt und erlebt habe, ist nicht nur in Geld messbar. Ich habe mich jeden Tag auf die Arbeit gefreut und das ist ein unbezahlbares Gefühl. Ich habe Wege gefunden, es auch finanziell möglich zu machen. Meine Eltern haben mir noch was dazugegeben. Ich habe den Papierkrams ausgefüllt und Wohngeld bekommen. Ein Jahr nach meinem FÖJ konnte ich wieder Teilzeit beim WWF arbeiten. Das Geld hat mir dann zum Leben gereicht. Hätte ich das FÖJ nicht gemacht und nicht in mich investiert, hätte ich die Stelle beim WWF nicht bekommen.

 

Mit meinem Blog verdiene ich kein Geld.

Und trotzdem investiere ich in Online Schreibkurse. Weil ich weiß, es lohnt sich auf lange Sicht für mich. Diese Woche habe ich meinen ersten Pitch für einen bezahlten Artikel raus geschickt. Nach 1 ½ Jahren Blog.

 

Dieser Sommer kann unvergesslich für dich sein,

wenn du es dir selbst wert bist und in dich investierst!

 

Natürlich geht es nicht nur um einen Nutzen für Später. 

Workshops machen unglaublich viel Spaß.

Sie erweitern unsere Komfortzone.

Wir lernen neue Menschen kennen.

Wir werden an die Hand genommen und wir erleben Dinge, die wir so nicht selbst kreieren könnten, weil man z.B. eine Gruppe dafür braucht.

 

Ich hatte bisher unzählige besondere und berührende Erlebnisse auf Workshops. Eine kleine Geschichte möchte ich mit dir teilen: Bei meinem ersten Tantra Retreat in Peru, wusste ich wirklich nicht was mich erwartet. Wir waren eine internationale Gruppe von 23 Menschen. Nach dem organisatorische Sachen geklärt waren und wir Agreements für die gemeinsame Zeit besprochen hatte, begannen wir mit den ersten Übungen. 

Als Abschluss des Abends haben wir eine „hugging-meditation“ gemacht.

 

Wir sollten jedem im Raum mindestens einmal umarmen.

 

Nicht einfach nur so kurz.
Wir haben uns vor einander hingestellt, uns in die Augen gesehen. Sobald wir uns bereit gefühlt haben, haben wir unsere Arme für einander geöffnet und uns lange und fest umarmt. Es tut einfach gut umarmt zu werden. Liebevoll und ohne Hintergedanken. Zusammen den Moment genießen.

 

Hast du jetzt auch Lust dich in einen Workshop zu stürzen?

Es gibt ein großes Angebot. Programme mit mehren Events über einen längeren Zeitraum oder einmalige Workshops, für ein paar Stunden. 

 

Mehrtägiges Retreat - Intensiverer Prozess.

Wenn du aus dem Alltag kommst, wirst du dich auf die Erlebnisse und Menschen mehr einlassen. Du wirst in deinem Prozess tiefer gehen können. Du wirst dich und die anderen in der Zeit besser kennen lernen. Anstatt nur kurze Impulse zu bekommen, können Übungen über mehrere Tage aufeinander aufbauen.
Gerade nach einem längeren Retreat solltest du dir danach noch 1-2 Tage zum daheim ankommen geben. So kannst du nochmal Reflektieren und Festhalten, was du integrieren möchtest. Viele Erfahrungen in Workshops können sehr emotional und tief sein. Bleibe mit jemanden aus dem Workshop in Kontakt, mit dem du dich verbunden fühlst. Es tut gut, mit jemanden zu sprechen, der einen versteht und ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

 

Eintägiger Workshop – Kennenlernen und Ausprobieren.

Ein Tages-Workshop oder abends für ein paar Stunden ist gut, um in ein Thema reinzuschnuppern. Du kannst rausfinden, ob du Lust hast dich tiefer damit zu beschäftigten. Für wenig Zeit und kleinem Geldbeutel, ist das genau das richtige!  Anstatt Netflix alleine im Bett, heute mal ein Kuschelworkshop 😛
Meiner Erfahrung nach sind kürzere Workshops wahre Inspirationsbooster. Du bekommst ein Gefühl für die Organisatoren. Machst neue Erfahrungen und lernst neue Menschen kennen, die sich für ähnliche Dinge interessieren.

 

 

Ist das wirklich was für mich?

Bist du dir unsicher, ob der Workshop das richtige für dich ist? - Schreib den Organisatoren. Wirklich alle, die ich kenne, sind sehr offen und hilfsbereit. Keine Scheu mit Fragen oder Ängsten. Wir alle saßen mal in unserem ersten Sharing Circle und wussten nicht so genau, was jetzt passiert. Ein SharingCircle ist ein Kreis, in dem alle Menschen erzählen, wie es ihnen gerade geht oder auf eine bestimmte Frage antworten. Für manche Events gibt es Intro Abende für Newbies. 

 

 

Willst du deinen Sommer unvergesslich machen?

 

Ich habe meine Fühler mal ausgestreckt und nach Workshops und Retreats gefragt.
Im Nähkästchen findest du meine Auswahl! – Suche dir jetzt dein Event aus.

Welche Erfahrungen hast du bereits mit Workshops gemacht? - Schreib es in die Kommentare.

 

Mit Liebe

Cosima

Photo by jens johnsson on Unsplash

Selbstliebe lernen – 5 Verhaltensweisen, die Gift für dich sind und wie du sie änderst

Selbstliebe lernen – 5 Verhaltensweisen, die Gift für dich sind und wie du sie änderst

Selbstliebe lernen_Header

 

17.972.603 Pappbecher werden jeden Tag in Deutschland weg geschmissen, damit du morgens, mittags, abends, deinen garnicht mal so guten to-go Kaffee genießen kannst.

Das sind 6.560.000.000 Pappbecher im Jahr!

Will ich dir damit sagen, du sollst deinen to-go Kaffe nicht mehr aus einem Pappbecher trinken? – Vielleicht.

Doch was ich dir zeigen will: Dinge summieren sich. Nur ein Becher am Tag sind schon 365 im Jahr!

 

Genauso wie sich die Becher in die Lüfte stapeln lassen, gibt es Verhaltensweisen und Glaubenssätze, die Müll für dich sind und sich jeden Tag in dir bewusst und unbewusst ablagern.

 

Zeit eine Putzparty für die Müllabfuhr zu schmeißen!

Am Ende des Artikels, wirst du wissen, welche der fünf Verhaltensweise, deinen Weg der Selbstliebe mit einem stinkenden Müllberg verpestet und wie du ihn zu fruchtbarem Humus machen kannst, auf dem Blumen wachsen können.

 

Denn Selbstliebe lernen ist wie mit allem anderen – jeden Tag ein bisschen!

 

1 – In der Vergangenheit leben

Erst kannst du dich lange nicht entscheiden und dann nach dem du eine Entscheidung getroffen hast, grübelst du doch nochmal nach, wie es mit einer anderen Richtung weiter gegangen wäre. Es wäre doch besser gewesen, wenn … oder hättest du nur etwas anderes gemacht, gedacht, gesagt. Deine Gedanken hängen in der Vergangenheit. Du bereust noch Dinge, die schon vorbei sind.

Du verpasst den Moment, das was jetzt schönes passiert (oder passieren könnte), wenn du in der Vergangenheit hängen bleibst. Wir alle grämen uns mal, uns ist mal was peinlich oder wir schämen uns. Das wird vorüber gehen.

 

Selbstliebe lernen_Altefrau

 

Das Putzmittel:

Zu dem Zeitpunkt, gab es Gründe und Gefühle, die dich zu der Entscheidung oder Handlung gebracht haben. Mit den Informationen, die du damals hattest, hast du eben so gehandelt. Akzeptiere, die Vergangenheit so wie sie ist. Du kannst vergangenes nicht mehr ändern, doch du kannst ändern, wie du darüber denkst und was du daraus mit nimmst für das Jetzt und für die Zukunft.

„If it is a mistake, at least you learn something, in which case it’s no longer a mistake. If you remain stuck you learn nothing.“  – Eckhardt Tolle, The Power of Now

 

Selbstliebe lernen – Ein Beispiel:

Mit 16 habe ich einen Motorradführerschein gemacht und wollte unbedingt ein Motorrad. Anschließen habe ich gleich meinen Autoführerschein dran gehängt. Bei meiner Autofahrprüfung war mein Prüfer ziemlich laut, ungehalten und unangemessen gemein. (z.B: hat er von der Rückbank geschrien, dass wir jungen Menschen alle garnicht Auto fahren wollen und es deswegen nicht können). Sagen konnte ich eh schon nichts mehr, weil mein Hals zugeschnürt war und mit zitternden Beinen, bin ich die letzten Meter zurück zum TÜV gefahren.

Ich war sicher, dass ich durchgefallen war, also er mir zu meiner Überraschung sagt, dass ich bestanden hätte. Ich habe mich zwar gefreut, doch nach dem ich aus dem Auto gestiegen bin, musste ich anfangen zu weinen. Ich habe mich so nieder gemacht gefühlt, das war einfach zu viel für mich in dem Moment. Mein Fahrvertrauen war komplett weg! Anstatt mir nun ein Motorrad zu kaufen, wie ich es geplant hatte, habe ich mir einen Roller gekauft, weil ich dachte es ist sicherer und praktischer. Aber auch mit dem Roller habe ich immer diese Demütigung durch diese Fahrprüfung verbunden. Diesen Kauf hatte ich noch zwei Jahre danach bereut und mich immer wieder schlecht gefühlt.

Erst als ich den Roller wieder verkauft hatte und mir selbst immer wieder gesagt hatte, dass ich mich nicht dafür schämen muss und auch Fehlkäufe mal passieren, konnte ich mit der Geschichte abschließen.

 

2 –  Dein Glück liegt in der Zukunft

Wenn du die letzte Prüfung fertig hast, dann…
Wenn du das Studium/Ausbildung fertig hast, dann …
Wenn du die Beförderung hast, dann…
Wenn du eine Beziehung hast, dann …
Wenn du dir das neue Handy kaufen kannst, dann …
Wenn du dir das Auto kaufen kannst, dann …

…dann wird es dir besser gehen, dann wirst du glücklich sein.

Das Problem dabei ist, wenn du einer dieser Momente gekommen ist, wirst du im Kopf schon wieder bei einem anderen Punkt in der Zukunft sein, so dass der Zustand, den du erreichen willst, nie eintreten wird. Es ist, wie als würdest du von Ziel zu Ziel schwingen, aber dabei die Flugphase nicht mehr spüren.

Später_Selbstliebe lernen

 

Das Putzmittel:

Sei im Jetzt. Was macht dich jetzt glücklich? Wofür kannst du jetzt dankbar sein?
Es geht nicht darum, dass du keine Ziele mehr haben oder verfolgen sollst. Doch dein Glück ist nicht mehr Abhängig vom Erreichen deiner Ziele. Dinge einfach mal machen, wenn man sie machen will.

Selbstliebe lernen – Ein Beispiel:

Vor dem Abi werden stundenlang die Uniportale, Freiwilligendienst-Seiten und Persönlichkeitstest durch gearbeitet, um am Ende doch BWL zu studieren. Einige Vögelchen entdecken natürlich auch die Welt und Reise. Doch viele sagen sich: Das kann ich nach dem Bachelor machen. Nach die Bachlorarbeit abgeben ist, kommt aber schon der Master und Reisen kann man dann auch nochmal wenn der Master in der Tasche ist. Sonst kommt man ja so raus aus dem Studieren. Und dann nach dem Master. Jetzt reisen? Das sieht ja doof auf dem Lebenslauf aus, wenn ich in der Zeit „nichts“ gemacht habe…

Hast du schon mal von jemanden gehört, der sein Reisen bereut hat?

 

3 – Verletzlichkeit bedeutet Schwäche

Da stellen sich die Haare bei mir auf. Wir lernen oft, dass Verletzlichkeit gefährlich ist, wir wollen uns schützen. Anstatt zu sagen, wie es dir wirklich geht, legst du eine Maske auf und machst auf cool. Ungeweinte Tränen stauen sich schon zu einem See in dir auf. Wenn du sagst, alles ist gut, schreit innerlich alles nach dir, einfach nur in den Arm genommen zu werden.

Anstatt zu sagen, du hast dich geirrt (oder anzuerkennen, dass es mehr als eine Sicht gibt) hast du lieber recht und kreierst Distanz zwischen dir und der anderen Person.

Anstatt zu sagen, dass du jemanden magst, hoffst du darauf, dass die andere Person erkennt, wie toll du bist.

 

Verletzlichkeit_ selbstliebe lernen

 

Das Putzmittel:

Zeig dich. Erlaube dir selbst, so zu sein, wie du bist mit allen Unsicherheiten, Gefühlen, Eigenheiten, Wünschen und Ängste. Verletzlichkeit ist die Grundlage für Verbindung.

Es verlangt Mut, doch es lohnt sich. Du kannst deine Beziehungen dadurch ehrlicher, tiefer und authentischer gestalten.

Sicherlich gibt es auch Situationen, in denen du nicht in die Tiefe gehen musst und dich mit allem zeigen. Das kannst du allerdings auch ganz bewusst machen und für dich entscheiden

 

Selbstliebe lernen – Ein Beispiel:

Ich hatte bei meinem Freund übernachten. Vor dem Einschlafen ging es mir schon nicht so gut und auch am nächsten Morgen habe ich traurig gefühlt. Ständige Zweifel, was die Beziehung angeht, sind mir, wie eine Dauerwerbesendung durch den Kopf gegangen. Mein Freund hat mich am nächsten Morgen gefragt, ob alles ok ist und ich habe mich einem gezwungenen Lächeln ja gesagt und bin aus der Tür gegangen. Noch bevor die Tür ins Schloss gefallen war, habe ich angefangen zu weinen. Ich habe nur kurz überlegt, um mich dann zu fragen, was ich hier eigentlich mache. So ein Schmarn! Also bin ich umgedreht, geklingelt und als mein Freund aufgemacht hat, bin ich im heulend in die Arme gefallen und habe gesagt, das nicht alles ok ist, aber auch wenn ich nicht genau weiß was los ist, ich ihm und mir nichts vorspielen will und mich mit meinem Gefühlen zeigen will.

 

4 –  Sich Vergleichen

Du vergleichst dich mit anderen und wirst dabei zu einem kleinen grünen Gnom, der nur noch sieht was andere haben und können und dass du es nicht hast und nicht kannst. Oder nicht so gut.
Im realen Leben kann das schon zu ungesundem Verhalten und wenig Selbstwert führen. Kombiniert damit, dass wir jeden Tag mit gephotoshopten Körpern bombardiert werden gibt den Rest dazu, sich selbst immer runterzumachen.
Andersrum kann dein Ego neue Mauern bauen, wenn du dich höher stellst als andere.

 

Selbstliebe lernen_Vergleichen

 

Das Putzmittel:

Von einander lernen. Frag die Person: Ich habe Schwierigkeiten damit, ich sehe bei dir klappt das gut, wie machst du das? Du musst nicht alles können. Erkenne selbst an, was du gut kannst, was du gerne machst. Es ist nicht wichtig, was die anderen machen.
Frage dich was du daraus gewinnst, wenn du dich vergleichst. Bringt es dir etwas?
Natürlich kann vergleichen auch manchmal eine Orientierung sein, wo stehe ich gerade, was kann ich noch verbessern und wer könnte mir vielleicht dabei helfen. Meistens sehen wir nur den Status quo ohne den Weg dorthin!
Wenn du dich vergleichen willst, dann mit einer früheren Version von dir selbst!

 

Selbstliebe lernen – Ein Beispiel:

Als ich mit meinem Blog angefangen habe, war ich zwar motiviert, aber hatte auch immer wieder große Zweifel. Jedes Mal wenn ich einen guten Blogartikel von jemand anderen gelesen habe, dachte ich mir, ich muss ja gar nicht erst anfangen. So gut werde ich nie…
Ich habe mich versucht daran zu erinnern, dass es um Übung geht, ums Ausprobieren.
Und jede Facebook Seite wenn mit einem Like an. Und auch in meiner Emailliste waren am Anfang nur meine Mama und meine beste Freundin.

 

 

5 – Erwarten, dass sich was ändert ohne, dass du etwas veränderst

Auf den Power Days wurde eine tolle Geschichte erzählt:
Stelle dir vor du mischt jeden Tag blau und gelb. Am Ende des Tages hast du Grün.
Tag ein, Tag aus, mischt du die beiden Farben und jedes mal kommt die Farbe Grün dabei raus.
Du würdest aber gerne mal die Farbe Orange haben. Du denkst dir also du musst nur stärker mischen. Du mischt und mischt und mischt. Blau und Gelb. Tag ein, Tag aus. Und am Ende – hast du immer Grün.
Du kannst so viel von den gleichen Farben mischen, wie du willst, es wird immer Grün dabei raus kommen. Erst, wenn du ausprobierst mit andren Farben, wirst du dem näher kommen, was du willst.
Du musst also etwas ANDERES machen, um ein anderes Ergebnis zu bekommen.

Und auch hier geht es ums Ausprobieren. Was funktioniert für dich, du kannst dir Inspiration holen und andere Menschen fragen.

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. – Alber Einstein

Selbstliebe lernen_Veränderung

 

Selbstliebe lernen – Ein Beispiel: 

Früher habe ich oft erwartet, dass andere Menschen wissen was ich will. Für mich war es ja ganz klar und auch wenn ich vielleicht ein paar „Zeichen“ gegeben habe, habe ich oft nicht genau gesagt, was ich mir wünsche oder wo ich gerade stehe.

Wenn dann nicht erfüllt wurde, was ich mir wünsche, war ich enttäuscht und habe es persönlich genommen.

Jetzt versuche ich meine Wünsche zu äußern, zu sagen wie ich mich fühle und ehrlicher damit umzugehen, was in mir vorgeht. Das verlangt immer wieder sehr viel Mut. Doch ich merke, wie ich dadurch nicht einfach warte, dass das vielleicht kommt was ich will, sondern ich alles dafür tue und oft ist danach zu fragen, alles was es braucht 😉

 

 

Letztes habe ich einen Abschnitt aus „1000 things happy, successful people do differently“ von Mark&Angel gelesen.
Einer hat mir besonders gut gefallen. Manchmal denken wir wir haben unsere Chancen schon verpasst, es ist zu spät etwas zu verändern oder wir können es nicht.
Doch es gibt drei kleine Worte, die dich von diesen Gedanken befreien:

Von jetzt an…

 

Was wirst du von jetzt an anders machen? Du hast jeden Tag, zu jeder Zeit die Möglichkeit von JETZT an, etwas anders wie zuvor zu machen und es wird sich was verändern in deinem Leben!

Welcher der Punkte ist besonders hilfreich für dich und wo hast du Schwierigkeiten?
Schreib es in die Kommentare und teile gerne dein Beitrag mit deinen Freunden 😉

Cosima

 

 

 

Hast du schon den Glücksletter?
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das Video zu den
 ‚Five S of Sexuality‘ anschauen:

 

 

 

Quelle: Pappbecherverbrauch

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