Mentale Aquaknarre – Wie ich mit meinen Zweifeln zum Bloggen umgehe?

Eingetragen bei: cusilife | 12
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„Mich will niemand lesen. Was ich schreibe, ist nicht wichtig. 
Ich bin zu jung, um einen Blog zu schreiben. Ich bin naiv, dass ich glaube, 
ich könnte Menschen erreichen. Ich schaffe das zeitlich nicht. 
Und es gibt eh viele talentierte Menschen, die besser sind als ich. „

Viele solcher Gedanken spuken mir immer wieder in meinem Kopf rum.

 

Zweifel engen mein Herz ein.
Auf einmal weiß ich nicht mehr, ob das alles so eine gute Idee war.

Wie ein Pokémon im hohen Gras versteckt, springen sie mich ohne Vorwarnung an.
Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Flucht oder Kampf. 
Fliehe ich, habe ich vielleicht kurz Ruhe, doch sie werden wieder kommen.
Ich will mich mit einer mentalen Aquaknarre wehren.

Ich will damit umgehen. Ich will diese Zweifel nicht einfach weg schieben.
Ich will sie annehmen und mir selbst zeigen, dass sie nicht so groß sind, wie sie sich im ersten Moment anfühlen.
Ich konkretisiere meine Zweifel.
Danach überlege ich, ob der Gedanke berechtigt ist oder nicht. 

 

 

Was hab ich überhaupt zu sagen?

In meinem Gedankendschungel blüht die ein oder andere bunte Blume.
Ich weiß, dass ich oft eine andere Sichtweise einnehme, als die konventionelle. Das hilft
vielen Menschen die Perspektive zu wechseln. Ich durfte in meinen jungen Jahren schon unglaublich viele tolle, berührende, intensive Erfahrungen machen. Dabei hab ich unglaublich viel gelernt.
Über mich, Menschen, die Welt und davon etwas zu teilen, macht Sinn für mich.
Ich schreibe nicht für jeden. Alle, die meinen Texten aber ein bisschen was abgewinnen können oder vielleicht auch ganz viel, freuen mich unglaublich.
Wenn ihr mir das zeigen wollt, dann schreibt mir.

 

Ich kann nicht schreiben.

Ich war vier Jahre in einer Jugendredaktion. Ich lese unglaublich gerne und Briefe sind nach WhatsApp mein Hauptkommunikationskanal (naja vielleicht noch nicht ganz, aber ich arbeite dran).

Ich habe also ein bisschen Übung und genau darum geht es. Ob ich Talent habe oder nicht ist nicht so wichtig. Einfach los schreiben, ist die beste Methode, um etwas zu Papier zu bringen. So wertfrei wie möglich. Wenn ich schon während ich überlege, etwas zu schreiben, eine Wertung darüber abgebe, schiebe ich meiner Kreativität und dem Schreibfluss einen Riegel vor.
Besonders wichtig für mich ist, meine eigene Schreibstimme zu finden.

 

Das wird mir alles zu viel.

Ich hatte schon mehrere Situationen, in denen ich quasi vor Erschöpfung umgefallen bin.
Es war einfach zu viel. In einem Moment denke ich, alles passt noch, doch innerlich stellt sich schon eine Unruhe ein. Und im nächsten Moment, lieg ich eingerollt im Bett und möchte eine Woche nur noch Tee schlürfen und dass mir jemand den Rücken streichelt.
Deswegen schrillen bei mir die Alarmglocken, wenn ich das Gefühl habe, es wird zu viel.
Ausgeglichenheit ist mir inzwischen sehr wichtig. Wenn ich mich gut strukturiere, Prioritäten setzte und auch mal Nein sagen kann, behalte ich mir meine Ausgeglichenheit bei.

 

Was ist, wenn mich niemand lesen will?

Dann hab ich in das BlogCamp investiert, wahnsinnig viel gelernt, den Mut gehabt, es auszuprobieren und mich zu zeigen. Ich habe meine Gedanken sortiert und aufgeschrieben und viele neue Menschen kennen gelernt.
Klingt nach einer nicht so schlechten Bilanz.
Ich kann jederzeit aufhören, wenn ich das möchte oder es für sinnvoller halte.
Doch bevor ich das tue, gibt es viele andere Dinge, die ich tun kann, damit Menschen lesen wollen, was ich in meinem Kämmerlein schreibe.
Wenn du Tipps für mich hast, schreib sie auf ein Blatt, falte es zu einem Flieger und lass ihn rüber sausen.

 

Es gibt viele talentiertere Menschen, die mehr können
und besser sind als ich.

Von ihnen kann und will ich lernen.
Ich danke ihnen, dass sie ihr Wissen mit mir teilen, damit ich von ihren Erfahrungen profitieren kann.
Das fällt mir nicht immer leicht, doch ich weiß auch, jeder der erfolgreichen, deutschen Blogger hat mal mit einer Emailliste angefangen, die nur aus Mama, dem besten Freund und ihnen Selbst bestand.
Jede Facebookseite fängt mit einem Like an.
Wenn ich Vertrauen in mich habe, dann strahle ich das aus und kann selbstbewusst und authentisch sein.

 

 

Ich danke allen Menschen, die mir immer wieder Mut zu sprechen.
Ich danke mir selber, dafür, dass ich mich nicht von meinen Zweifeln aufhalten lasse.
Denn am Ende geht es darum, loszulegen, mich auszuprobieren und zu lernen.

Welche Zweifel hast du und wie gehst du damit um?
Ich freu mich auf deinen Kommentar.

Cosima

 

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12 Responses

  1. Summer

    Hallo Cosima,
    die Zweifel kenne ich nur zu gut. Dein Beitrag ist super. Du kannst ihn immer wieder lesen und dann weißt du, du solltest weiter schreiben. Es müssen dich nicht a l l e lesen. Einige werden es tun. Die werden dich weiterempfehlen, denn sie kennen Menschen, die so ticken wie sie selbst und damit ähnlich wie du und dann wird das schon. Viel Freude mit deinem Projekt und den Menschen, die du kennenlernen wirst. Liebe Grüße Summer

    • Cosima

      Liebe Summer,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Das freut mich sehr,
      was du sagst. Da hast du sehr recht.
      Zweifel werden immer mal wieder kommen, doch ich kann mich
      zurück erinnern, wieso ich dieses Projekt starten will.
      Und z.B. wieder tolle Kommentare lesen.

      Liebste Grüße
      Cosima

  2. Andie

    Liebe Cosima, ersteinmal herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung deines Blogs 🙂
    Ich freue mich, endlich etwas von dir lesen zu können und wollte dir sagen, dass mir dein Stil richtig gut gefällt 🙂
    Diese Zweifel kenne ich auch nur zu gut. Aber ich denke, wenn man ersteinmal angefangen hat, dann werden die Zweifel auch weniger 🙂
    Schließlich schreiben wir ja auch, weil es uns Spaß macht und das ist doch das Wichtigste 🙂 💙

    • Cosima

      Liebe Andie,

      danke dir für deine Worte.
      Da hast du absolut Recht. Vor allem auch die Unterstützung und Inspiration
      untereinander ist total wichtig und schön 🙂

      Liebste Grüße
      Cosima

  3. Alexandra

    Du bist so inspirierend. Und das schon, nachdem wir uns nur einmal getroffen haben und ich deinen nun Blog hier lese. Weiter so! Du gibst mir den Mut mich auch zu trauen und einfach auszuprobieren. Danke dafür. Ganz liebe Grüße, Alex 🙂 ♡

    • Cosima

      Liebe Alex,

      danke dir unglaublich für diese schönen Worte.
      Ich hab mich sehr gefreut dich kennen zu lernen.
      Und vielleicht lese ich ja auch bald was von dir 🙂

      Ganz liebe Grüße und bis bald
      Cosima

  4. Kevin

    Hey Cosi 😉
    Die Pokemon Analogie am Anfang, einfach nice 🙂 😀
    Ich finde es ist ein schwieriges Thema das du ansprichst, und ich finde es schön wie offen und vor allem ehrlich du damit umgehst. Jeder hat Zweifel und jeder sollte dazu stehen und lernen mit ihnen um zu gehen.
    Um deinem Aufruf am Ende nach zu gehen, jedes mal wenn ich am Zweifeln bin und sich diese Unruhe in mir breit macht, gibt es einem Moment in dem ich erkenne das ich gerade Zweifel. Dieser Moment kommt manchmal früher und manchmal später ;). Wenn ich ihn erkenne versuche ich mir klar zu machen was ich in meinem Leben habe, welche schönen Dinge ich Tag für Tag erleben kann, wenn ich es zulasse und denke an die Dinge die mich antreiben und dazu motivieren voran zukommen. Und ab dem Moment habe ich im Regelfall meine Ausgeglichenheit wieder gefunden, und kann weiter machen wie bisher 😉

    Liebe Grüße
    Kevin 😉

    • Cosima

      Hallo liebster Kevin,

      danke, schön, dass dir der Vergleich gefällt 😛
      Und danke für deine schönen Kommentar.
      Es ist auch gut sich immer wieder selbst zu erinnern, dass alle Menschen zweifeln.
      Auch die ausgeglichenen Grinsekatzen. Aber wie du sagst, wir können quasi mit uns selbst
      reden und uns vor Augen führen, was wir schöne Dinge wir genießen können im Leben.

      Liebste Grüße
      Cosima

  5. Ingrid

    Liebe Cosima,

    schön, dass Du einen Blog schreibst und dich traust.
    Sich trauen, Vertrauen, das ist ein Teil des Anfangs, dich zu leben.
    Ich weiss sehr gut, von was du sprichst. Ich habe gerade mein Existenzstandbeine abgesägt und will das tun, was ich am besten kann. Menschen helfen auf ihrem Weg zu sich selbst. Einen Blog habe ich auch begonnen und poste auch fleißig auf FB Beiträge und doch bin ich dann geknickt, wenn kaum neue Follower dabei herauskommen. Also doch wieder etwas erwartet? Zuviel erwartet? Solange dein, unser Schreiben nicht zweckgebunden ist, macht es Freude und das ist doch schon ein großer Teil Lebensqualität.
    Letzte Woche z.B. war ich so happy und habe mich so mit der Erde und meiner Aufgabe hier verbunden gefühlt und diese Woche hat sich dieses beseelte Gefühl wieder versteckt. An solchen Tagen fällt mir schreiben und Tun schwer und die Frage: Was macht das Alles für einen Sinn? drängt sich wieder ins Leben.

    Eine Hilfe für mich heute ist dein Blog. Ich weiss, ich bin nicht alleine mit meinen Zweifeln und ich schreibe dir jetzt. Das allein schon hebt meine Stimmung und lässt mich wieder an meinen Blog denken, auf dem ich heute mich mal wieder blicken lassen werde.
    Ich erhalte keine noch keine Kommentare auf meinem Blog und da gibt es noch soviel zu lernen, dass ich manchmal vorher schon die Lust dazu verliere und mein Kritiker sagt: „Ach, das lernst du doch sowieso nicht mehr.“

    Zusammengefasst: es hilft mir solche Blogs zu lesen, wie Deiner.
    ich erkenne meinen inneren Kritiker und höre ihm zu, was genau er mir sagen will. Ich denke, an die „alte Möglichkeit Geld zu verdienen“ das schreckt mich ab.
    Ich erinnere mich an mein tolles Seminar, das ich gehalten habe über das Anfangen.

    So das wars.. Mach weiter so!!

    Liebe Grüße Ingrid

    • Cosima

      Liebe Ingrid,

      ich danke dir für deine wunderbaren Worte und deinen Mut deine Gedanken hier zu teilen.
      Ich bin ganz tief berührt davon, dass der Artikel dich an deine innere Motivation erinnert.
      Das ist so wunderbar. Wie du sagst, wir inspirieren und gegenseitig und unterstützen uns.
      Mit Taten, Worten, Gesten und manchmal auch der Stille.
      Wie heiß dein Blog denn? Dann schaue ich gerne mal vorbei.

      Ich kann die Gefühle und Gedanken sehr gut nachvollziehen, die du beschreibst.
      Ich frage mich auch manchmal wenn meine Motivation nicht so stark ist, warum mache ich das.
      Ich fühl mich überfordert mit der neu gewonnen Freiheit… Manchmal kann ich mich selbst daran erinnern, manchmal
      braucht es jemand anderen oder ein schönes Bild oder einen Spruch oder Text.
      Und manchmal, da ist es auch einfach ok nicht motiviert zu sein.

      Ich hab das BlogCamp von Conni und Sebastian gemacht. (www.blog-camp.de)
      Da habe ich einen schönen und sehr hilfreichen Überblick bekommen zum Bloggen.
      Das hat mich motiviert und mir an vielen Stellen weitergeholfen.
      Zum Schreiben lese ich schreibsuchti.de, Walter schreibt lustig, hilfreich und klar.

      Ich bin mir sicher du bist auf einem wunderbaren Weg und wirst ihn so gehen, wie
      es sich für dich gut anfühlt.
      Ich schick dir Energie von Herzen.
      Liebste Grüße
      Cosima

  6. Ursula

    Liebe cosima,
    Glueckwunsch fuer deinen Mut, es ist erfrischend und es macht Freude Deinen blog zu lesen

    • Cosima

      Liebe Ursula,

      vielen lieben Dank für deine Worte.
      Das freut mich sehr.

      Herzlichste Grüße und einen wunderbaren Tag für dich
      Cosima

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