„Veränderst du dich, verändere ich mich…“ – Eine Meditation, um deinen Wünschen näher zu kommen

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 Meditation_cusilife

 

„Wenn er mir öfter schreiben würde, dann würde ich mir öfter
Zeit nehmen für ihn.“
„Wenn sie mir besser zuhören würde, dann würde ich ihr mehr erzählen.“

Wenn…, dann…, wenn…, dann…

 

Kennst du auch diese Gedankenschleifen, in denen du dir etwas von jemanden anderem wünscht, was auch dein Verhalten verändern würde?

 

Oft sind wir enttäuscht oder wütend,
wenn jemand anders sich nicht so verhält,
wie wir es gerne hätte und erwarten.

Es gibt ein Mal die Möglichkeit klar auszusprechen, was du willst. Der andere weiß, was du gerade brauchst oder dir wünscht und kann dementsprechend reagieren.

Während meines Tantra Retreats in Peru habe ich noch eine andere Möglichkeit kennen gelernt, über Enttäuschung, die durch andere Personen ausgelöst wurden umzugehen und eine Veränderung anzustoßen.
Die Meditation sollte uns öffnen, uns selbst zu verändern ohne das dies an eine Veränderung des anderen geknüpft ist.

 

Es geht darum wie du sein willst und
nicht wie du sein würdest,
wenn andere etwas verändern.

 

Lass dich auf ein Gedankenspiel ein.

Ich lade dich ein, deine Gedanken, Gefühle und Wünsche, die in dir aufsteigen, nicht zu werten. Lass sie einfach da sein und nimm sie wahr.

Ich leite dich Schritt für Schritt durch diese Meditation.

 

Schritt Eins – Bringe dich in eine bequeme Lage

Dein Körper und deine Wirbelsäule sollen gerade sein.
Zum Beispiel kannst du dich in den Schneidesitz setzten mit aufrechtem Oberkörper.
(Falls du das noch nicht so oft geübt hast, kann das anfangs etwas anstrengend sein.)
Du kannst dich in Shavasana legen. Dabei liegst du auf dem Rücken, deine Arme und Beine klappen leicht nach außen. Dein Kopf liegt auf dem Untergrund ohne Kissen.
Nimm dir ruhig etwas Zeit, um eine Position zu finden, in der du dich wirklich wohl fühlst.

 

Schritt Zwei –  Atme 3 Mal tief ein und aus

Lasse dabei alles los, was dir durch den Kopf geht. Versuche dich nur auf deinen Atmen und deinen Körper zu konzentrieren.

 

Schritt Drei – Denke an die Person, bei der du dir eine Veränderung wünscht

Denke an die Person, dessen Verhalten, Unmut, Wut, Traurigkeit, Unverständnis in dir auslöst und du dir eine Veränderung wünscht. Denke an konkrete Situationen in denen du dir anderes Verhalten gewünscht hast.

Beispiel: Ich erzähle meiner Mama, was ich gerade in einem Projekt mache und merke, dass sie mir nicht richtig zu hört. Das macht mich traurig, denn ich möchte teilen, was mich beschäftigt. Gleichzeitig bin ich ein wenig wütend, weil es mir wichtig ist, was ich sage und ich mich nicht gehört fühle. 

 

Schritt Vier – Stelle dir gewünschte Veränderung vor

Stelle dir die gleiche Situation vor, nur dass die Person sich nun so verhält, wie du es dir wünschen würdest.

Beispiel: Meine Mama hört mir aufmerksam zu. Wenn sie gerade keine Zeit oder Kapazität hat mir zuzuhören, dann sagt sie es und schlägt einen späteren Zeitpunkt vor, wo wir uns beide Zeit nur für einander nehmen und uns gegenseitig zuhören können. 

 

Schritt Fünf – Fühle was sich bei dir verändert

Wie fühlt sich die Situation jetzt für dich an und welche Veränderung ruft das andere Verhalten der Person bei dir hervor?

Beispiel: Das fühlt sich schön an. Ich fühle mich gehört und wahrgenommen. Ich würde meiner Mama sagen, wie wichtig es für mich ist, dass sie weiß, was ich mache. Und wie dankbar ich für ihre Unterstützung bin. 

 

Schritt Sechs – Was passiert, wenn du dich zuerst veränderst?

Stelle dir nun vor, was passieren würde, wenn du dich so verhältst, wie in Schritt 5.
Was passiert mit der anderen Person? Würde sie ihr Verhalten vielleicht genau so ändern, wie du es dir wüschen würdest ?

 

Nimm dir für jeden Schritt genug Zeit und fühle, was in dir passiert. 
Probier es auch, mach dir vielleicht Notizen danach, welche Gedanken, welche konkreten Veränderungen du dir vorgestellt hast.

 

Du musst nicht darauf warten, dass andere sich ändern, damit du dich ändern kannst.

Du hast die Möglichkeit dich in jeder Situation neu auszuprobieren und andere Seiten an dir zu entdecken.

 

 

Findest du dich wieder? Wie ging es dir bei der Meditation?
Ich freue mich auf einen Kommentar von dir.

Cosima

Fotos by magic of love

 

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10 Antworten

  1. Liebste Cosi <3

    Danke Dir, dass Du diese Meditation hier geteilt hast und danke für die schöne Inspiration!

    Danke dafür, dass Du mich einmal mehr daran erinnert hast, dass letztlich immer ich selbst diejenige sein kann, die eine Veränderung bewirken kann und dass ich dazu weder abwarten noch meine Erwartungen heraus posaunen muss.

    Für mich hängt das ganz eng mit dem bedingungslosen schenken zusammen, indem ich mich jeden Tag versuche zu üben. Vieles ist so viel einfacher, wenn mensch anderen ein Lächeln, ein liebes Wort, eine kleine Aufmerksamkeit, eine kleine Nachricht, was auch immer schenkt, unabhängig davon, wie sich der andere verhält.
    Trotzdem merke ich immer wieder, dass es doch Situationen gibt, in denen ich enttäuscht bin, weil ich dann irgendwie doch eine "Gegenleistung" in irgendeiner Form erwartet habe, sei es ein Lächeln, eine Nachricht, eine Umarmung, was auch immer…
    Da hat mir die Meditation gerade geholfen, mich mehr darauf zu besinnen, so zu reagieren, als hätte ich diese "Gegenleistung" eben doch bekommen oder diese vielleicht sogar doch nicht zu brauchen 🙂

    Danke Dir auf jeden Fall! :*

    Ich schicke Dir sonnige Grüße und eine Umarmung aus Bern,
    Lisa <3

    • Liebe Lisa,

      danke dir sehr für deine Worte.
      Ich kann dich total gut verstehen. Ich finde es auch schön zu geben, bedingungslos
      und auch meistens zu spüren, es kommt zurück in irgendeiner Form ohne, dass
      ich das erwarte(n muss).

      Doch sicherlich gibt es manchmal diese Situationen, in denen ich auch enttäuscht bin.
      Das ist ok und ich versuche dann nicht mein Ego zu present werden zu lassen, dass sich nach einer Gegenleistung sehnt.

      Freut mich sehr, dass du die Meditation ausprobiert hast und deine Erfahrung teilst.

      Liebste Grüße und eine Umarmung zurück <3
      Cosima

  2. Liebe Cosima,

    danke für deinen neuen Eintrag, ich finde ihn sehr spannend! So habe ich die Dinge noch nie betrachtet. Wenn sich in meinem Umfeld eine Person nicht so verhält, wie ich es gerne möchte, habe ich bisher immer nur die erste, offensichtlichere Variante gesehen: zu sagen, was mich stört und was ich erwartet hätte. Oder eben zu schweigen und den Ärger herunter zu schlucken. Deine Meditation finde ich eine sehr schöne Idee. Beim nächsten Mal, wenn ich wieder in so eine Situation komme, werde ich versuchen, an dein Gedankenspiel zu denken und mich so zu verhalten, wie ich es mir vorgestellt hätte. Mal schauen, ob das bei meinen Gegenübern auch etwas bewirkt.

    Viele liebe Grüße,
    Anja

    • Liebe Anja,
      danke für deine Worte.
      Ich kann mich da sehr wieder finden. Ich habe die Meditation auch als Perspektivwechsel empfunden.
      Vor allem auch bei Situationen, die vielleicht häufiger vor kommen mit einer bestimmten Person.

      Viele Grüße und Sonne für dich
      Cosima

  3. Dieses Problem mit dem Nichtzuhören durch Meditation zu lösen… wow, das ist mal ein Ansatz. Aber stimmt, wir haben immer eine Erwartungshaltung, immer muss der andere springen, wir sind irgendwie immer das Zentrum der Welt. Von diesem Egotrip runterzukommen macht sicher viele Dinge wirklich einfacher.

    Andererseits, diese Welt ist nicht gerade übersät mit friedlichen, offenherzigen Menschen. Anders als man es erwartet, wird ein Lächeln, oder eine wohlwollende Geste nicht als Wunsch verstanden ebenso „zurück bezahlt“ zu bekommen, sondern als Schwäche. Leider.

    Somit erklärt sich wohl auch, warum es vielen schwer fällt, ein „weiches“ Bild von sich selbst zu zeichnen, sich offen zu geben, sich zurückzunehmen.

    Es kommt dabei wohl auch sehr auf die Situation an, und auf die Person, mit der wir uns gerade im Austausch befinden. Nicht verletzen und nicht verletzt werden, dieses Banner tragen viele ständig mit sich. Noch viel Stoff zum Lernen…. 😉

    • Lieber Ava,
      danke dir für deinen Kommentar und deine Perspektive.
      Ich sehe den Zwiespalt den du beschreibst auch immer wieder.
      Gleichzeit merke ich, wie gut es mir tut, wenn ich für mich friedlich bin,
      auch wenn das nach außen verletzlicher erscheint, fühle ich mich damit gelassener, ruhiger und positiver.
      Natürlich klappt das auch nicht immer.
      Doch das ganze ist auch ein Weg und ein Prozess, der immer weiter geht.

      Liebste Grüße
      Cosima

  4. Das sehe ich auch so. Der WEG an sich ist das, woran wir unseren Horizont erweitern. Die Herausforderungen, dahin zu kommen, wohin wir uns wünschen, formen uns. Tut manchmal weh, klappt nicht immer, aber wir wachsen. Und vllt. können wir später was davon weitergeben. Könnte unsere Bestimmung sein… 😉

  5. Matthias Herrbergius

    Liebe Cosima,

    mit der Zeit bin ich ganz erwartungslos geworden. Drei Dinge, so denke ich, haben mir dabei geholfen: Da ist einmal die Einsicht / der Glaube, dass Gott, wenn er allmächtig ist, das Dunkle, bittere und grausame genauso will wie das Helle, angenehme und Gütige – und sind es nicht wir, die -urteilend- das eine „gut“, das andere „schlecht“ nennen? Das ist sehr menschlich, aber ich tue das fast gar nicht mehr – sodass ich selbst manchmal sogar erschrecke.
    Sodann war ganz wichtig eine Meditation zum Loslassen VON ALLEM (befand sich als Tonaufnahme 2015 auf http://www.openhandweb.org – leider kann ich sie gerade nicht finden), also auch von der Erwartung an andere: das war so eine wunderschöne Stille in mir 🙂

    Dieses war wiederum ein ganz wichtiger Schritt(!) in Richtung…
    …Selbstliebe 😀 ! Anders gesagt, ein Schritt in Richtung des aus-sich-selbst-heraus-glücklich-sein und das bedeutet, nichts und niemanden anderes zu brauchen! Es genügt in mich selbst hineinzufühlen oder mich daran zu erinnern, dass ich eben niemand anderen brauche – und schon stellt sich ein Glücksgefühl ein, mal sacht, mal stärker, wie zuletzt als ich eine Weile dachte, ich bräuchte meine Muse: Liebe macht wirklich blind 😀 — aber ich weiß auch aus eigener, langer und oft schmerzlicher Erfahrung, dass der Weg dorthin sehr lang sein kann. Ich wünsche allen, die sich noch nicht wieder selbst lieben, dorthin zu gelangen!

    So 🙂 Dann macht es gut!

    Matthias

    PS.: ich habe deinen Artikel geteilt, denn ich möchte wissen, was andere zu deinem Ansatz so denken *(nicht nur) sprachverspielt*

    • Lieber Matthias,

      danke für die Worte und das Teilen deiner Erfahrungen.

      Ich merke auch immer, wie ich mir vor Augen führe,
      dass das ganze ein Weg ist, den wir immer weiter gehen 🙂

      Liebe Grüße
      Cosima

      PS. Die Meditation habe ich bei dem Kurs Free Your Soul von Magic of love gelernt.

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