Die besten Entscheidungen in meinem Leben

Eingetragen bei: Inspiration | 2
Weitersagen...Share on Facebook1Tweet about this on TwitterEmail this to someone

Wegweise_Peru

 

Du stehst an einer Kreuzung und weiß nicht wo lang. 

„Wenn ich nur wüsste, was passiert, wenn ich nach links gehe.

Oder doch lieber nach rechts?“
Wir allen kennen das, vor Entscheidungen zu stehen und nicht zu wissen, was wir tun sollen.

Auch mir kreisen solche Gedanken immer wieder im Kopf herum.
Ich kann vielleicht nicht wissen, was in der Zukunft passiert.
Doch ich kann zurück schauen.
Und da stechen manche Entscheidungen raus, die sich als ziemlich gut entpuppt haben, wenn nicht so gar hammer mega super gut!
Ich habe mir Connis Video angesehen. Sie erzählt von den besten Entscheidungen in ihrem Leben.
Da war ich gleich total inspiriert und habe mir Gedanken gemacht über Kreuzungen, wo ich
mich für einen Weg entschieden habe.

 

Mir ist aufgefallen meine Entscheidungen sind alle mit einander verbunden und haben sich gegenseitig sehr beeinflusst.

 

Hier die besten Entscheidungen in meinem Leben (bisher):

Entscheidung Nummer 1:

Ich hab einen Schüleraustausch nach Neuseeland gemacht. Mit 16 bin ich das erstes Mal einmal um die Welt und hab ganz viel neues entdeckt und viele Menschen kennen gelernt. Es war toll, meiner Gastschwester meine Welt zeigen zu können und noch viel aufregender in ihre Welt einzutauchen. Schuluniform, einstöckige Häuser, alles immer grün und hügelig. Auch meine Gastfamilie war unglaublich herzlich. Das Herzensthema meines Gastpapas war Klimawandel. Ich kannte mich da wenig aus, doch er hat mir alles erklärt und beigebracht was er wusste, was mich zur nächsten Entscheidung bringt…

NZ_Uniform

 

Entscheidung Nummer 2:

Ich bin aktives Mitglied in der WWF Jugend geworden. Ich war in der Jugendredaktion und habe viele Aktionen mit gestaltet. Außerdem habe ich bei einem Forschungsprojekt für Jugendliche mitgemacht, dem 2°Campus. Dort habe ich nicht nur unglaublich viel über Klimawandel, Klimaschutz, Zusammenhänge in Ökosystemen, Lösungsansätze in verschiedenen Bereichen kennen gelernt, sondern auch mit genommen, dass Bildung und Lernen Spaß machen kann. Die Zeit dort war und ist unglaublich schön.
Hier drei meiner Artikel für die WWF Jugend:
Im Wald – Naturerleben mit Jürgen Klühr und dem 2°CampusKlimadaten in der Arktis – Nicht nur Schnee und EisNils und Neven – Gemeinsam etwas Positives bewirken – Straßenmusik für den WWF

WWF Jugend_Clownsfisch

© Anais Sloman

 

Entscheidung Nummer 3:

Ich habe aktiv an der Beziehung zu meinem Papa gearbeitet.
Während der Pubertät, hab ich mich nicht sonderlich mit meinem Papa verbunden gefühlt.
Bei meiner Gastfamilie in Neuseeland habe ich gemerkt, wie schön das ist, sich mit seinem Papa gut zu verstehen. Das wollte ich auch wieder mit meinem Papa. Also hab ich mir überlegt, wie wir mehr Zeit mit einander verbringen können. Ich hab angefangen, mehr von mir zu erzählen. Ich hab Fragen gestellt, um mehr über meinen Papa zu erfahren. Ich bin jeden Tag wieder erstaunt und froh darüber, wie gut wir uns jetzt verstehen und wie viel Zeit wir mit einander verbringen. Als ich 2014 nach Berlin gezogen bin, hat er mir jeden Monat einen Brief geschrieben.

Brief_Papa

 

Entscheidung Nummer 4:

Nach meinem Abitur bin ich nach Berlin gezogen und hab ein FÖJ beim WWF gemacht.
Ich habe nicht nur jeden Tag was gelernt und so viele tolle Menschen kennen gelernt,
ich hab auch gemerkt, wie toll es ist, wenn ich mich jeden Tag  auf die Arbeit freue.
Hauptsächlich hab ich bei der Onlinevorlesung „Klimawandel und seine Folgen“ mit gearbeitet.
Mein eigenes Projekt war der „Girl’s Day“ beim WWF. Mir wurde so viel Vertrauen entgegen gebracht. Ich durfte mich ausprobieren und entdecken, was ich kann.
Einen Bericht von mir über das FÖJ findest du hier.

EA2015-DSC_7690-134-c-Peter-Jelinek-WWF

© Peter Jelinek

Außerdem habe ich meine jetzige beste Freundin kennen gelernt mit der ich…

 

Entscheidung Nummer 5:

… eine Reise durch Zentral-und Südamerika gemacht habe. Anfang diesen Jahres ging es los für uns. Mit mehr schlecht als rechtem Spanisch haben wir unsere erste große Backpacking-Reise gestartet.
Wunderschöne Strände in Costa Rica. Brüllaffen und vier Wochen in einem Yoga Ashram in Nicaragua. In den Bergen Kolumbiens. Der Amazonas und das Sacred Valley Cusco in Peru. Natur, Tiere, Menschen.
So viele schöne Begegnung. Neben all dem hab ich viel gelernt und mitgenommen.
Ich versuche das mal in drei Sätzen zusammen zufassen:
1) Ich gestalte mein Leben selbst.
2) Liebe ist überall.
3) Ich lerne und lehre jeden Tag.

Cosi_Mara_Kolumbien2

 

Entscheidung Nummer 6:

Wir haben uns für die letzten 3 Wochen getrennt. Ich bin weiter gereist, mit jemanden den ich in Peru kennen gelernt habe. Gemeinsam haben wir an einem einwöchigem Tantra Retreat von Magic of Love teilgenommen. Der Workshop heißt „Free your heart“. Eine emotional, intensive Reise mit mir selbst und 20 weiteren Menschen. Ich kann mit Worten kaum beschreiben wie berührend, besonders und wunderschön diese Zeit war. Ich hab mich das erste Mal verliebt und gesehen wie frei Liebe sein kann, wenn ich sie lasse und andererseits habe ich viele Übungen, Meditation und Methoden kennen gelernt, um mich mit mir selbst zu verbinden. Die Verletzungen, die mein Herz erlebt hat loszulassen und es wieder zu öffnen für die Liebe. Zu mir selbst und zu anderen Menschen.

FYH_Rain

© Jura Glo

 

Es kribbelt schon ein bisschen,
wenn ich so über diese Entscheidungen nachdenke.

Wenn mir vor 4 Jahren jemand erzählt hatte, was so passieren wird…
Aber dann wäre das ja gar nicht mehr spannend.

Wie die Entscheidung über den Start dieses Blogs letztlich eingeordnet wird, weiß ich natürlich noch nicht. Doch ich bin schon jetzt begeistert davon, wie unterstützend viele Menschen sind, wie toll es ist, sich zu vernetzten und gegenseitig zu motivieren.
Ich habe schon bei den Vorbereitungen des Blogs viel gelernt und neue Seiten an mir entdeckt.

Wenn ich mal wieder am Nächte durchwälzen und Pro und Contra Listen schreiben bin, bevor eine Entscheidung ansteht, denke ich an die Worte von Klaus (dem GFK* Trainer meiner Schwester).
„Es gibt keine Entscheidungen, weil nichts endgültig ist.“

 

Denn wenn ich merke, ich bin nicht mehr auf dem Weg, auf dem ich sein will, dann nehme ich einen neuen Weg.
Wenn ich ein Studium anfange und es gefällt mir nicht, dann hör ich eben wieder auf. Wenn ich in einer Beziehung bin und merke, das ist nicht mehr, was sich gut anfühlt, dann kann ich die Beziehung wieder beenden. Wenn ich etwas koche und danach Lust auf etwas anderes habe, dann kann ich es in den Kühlschrank stellen (ich will ja kein Essen wegschmeißen) und mir etwas anderes machen.

Ich möchte hier nicht für Unbedachtheit plädieren.
Ich möchte dir die Angst vor dem Festlegen nehmen.

Ich will nicht bereuen. Ich will mich nicht ärgern, weil ich doch lieber etwas anderes hätte machen sollen.
Denn ich kann es nicht mehr ändern, ich kann nur wieder einen neuen Weg einschlagen.
Ich will Entscheidungen aktiv treffen und keine Angst davor haben.

Wer sich alle Türen offen hält, verbringt sein Leben auf dem Flur.

 

Was sind die besten Entscheidungen in deinem Leben?
Ist deine Liste auch so miteinander verknüpft?

Schreib es gerne in die Kommentare.

Ich freu mich darauf, es zu lesen.

Cosima

*GFK steht für Gewaltfreie Kommunikation. Mehr Infos dazu findest du hier.

Bilder © Cosima Siegling

Weitersagen...Share on Facebook1Tweet about this on TwitterEmail this to someone

2 Antworten

  1. Wow, einfach wunderschön zu lesen, welche Entscheidungen Du als die besten Deines Lebens einordnest und wie sie alle zusammen hängen, liebe Cosi!
    Ich hab mir in letzter Zeit auch viele Gedanken über Entscheidungen gemacht. In meinem Freundeskreis bin ich dafür bekannt, kein “ Entscheidugsmensch“ zu sein, weil es mir oft schwer gefallen ist, in unserer Multioptionsgesellschaft genau die zu Option zu finden, die für mich die Richtige ist. Letztlich habe ich dann doch immer eine Entscheidung getroffen und im Nachhinein war es auch immer die Richtige, weil sie mich weiter gebracht hat und mir, wenn sie mich unglücklich gemacht hat, gezeigt hat, dass mein Weg woanders weiter geht und dann haben sich wieder neue Optionen aufgetan…
    Mit deiner Liste hast Du mich inspiriert, selbst mal einen Beitrag über die besten Entscheidungen meines Lebens zu schreiben, denn das kann ich hier nicht in drei Sätzen in einem Kommentar abhandeln, Sicherlich zählen für mich aber auch die WWF Jugend, die Redaktion und der 2°Campus dazu 😉 Aber auch meine Schule, mein Studium, das Utopival und die Zeit in Bern… Und dann noch die Entscheidungen, der Welt zu vertrauen und immer auf mein Herz zu hören, das waren vielleicht sogar die allerwichtigsten Entscheidungen in meinem Leben….
    In jedem Fall habe ich in den letzten Monaten immer mehr gelernt, dass es gar nicht schwer ist, Entscheidungen zu treffen, wenn wir einfach auf unser Herz hören, Denn auch, wenn wir noch Pro- und Kontra-Listen machen, Freund*innen um Rat fragen oder nächtelang grübeln, hat sich unser Herz schon längt entschieden und weiß, was richtig ist. Die Schwierigkeit ist dann nur manchmal, das Herz überhaupt zu hören bzw. die Entscheidungen des Herzens zu akzeptieren oder sich einzugestehen. Aber mit ein bisschen Übung jeden Tag können wir immer mehr unserem Herzen folgen und darauf vertrauen, dass es uns den Weg Zeit – zu den besten Entscheidungen unseres Lebens! 🙂
    Liebste Grüße
    Lisa :*

    • Liebe Lisa!
      Was für wunderbare Worte. Danke dafür.
      Da sagt mein Herz JA!
      Es will gehört werden und wenn wir wie du schreibst, immer ein bisschen mehr darauf Hören
      dann ist es auch „leichter“ es zu verstehen.
      Auch das mit dem Vertrauen finde ich sehr schön. Das habe ich auch
      in letzter Zeit immer wieder gemerkt, Vertrauen zu haben ist so schön und macht mich frei.

      Wie schön, dass du deine Gedanken mit mir teilst.
      Ich schicke dir liebe Grüße aus Berlin.
      Bis ganz bald
      Cosima :*

Hinterlasse einen Kommentar

*